Alles über das Förderprogramm Neue Künste Ruhr:

Wir fördern neue Impulse!

Für die Zukunft der Region

Bei der Förderung der Neuen Künste geht es darum, zukunftsweisende Kunstformen fest im Ruhrgebiet zu verankern. Räume für innovative künstlerische Experimente und neuartige Kooperationen sollen das schon jetzt besondere Kulturangebot bereichern. Hervorragenden Arbeits- und Lebensbedingungen sollen zudem Künstlerinnen und Künstler an die Region binden und sie einladen, die Metropole der Künste Ruhr zu ihrem Projekt zu machen.

Junge Kreative gesucht

Im Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2010 hat die Metropole Ruhr bewiesen: Hier ist mit der Kunst zu rechnen! Und zwar nicht zu knapp. Mit rund 5.500 Veranstaltungen, unzähligen Großprojekten wie dem Still-Leben auf der A40 oder den leuchtenden Schachtzeichen hat das Ruhrgebiet mit einem Jahr voller Bilder, Theater und Musik ordentlich Eindruck gemacht – und eine vibrierende Kulturlandschaft hinterlassen, die für neue künstlerische Impulse brennt.

Das Förderprogramm Neue Künste Ruhr richtet sich an junge Kreative aus den Szenen der Elektronischen Musik, der Digitalen Künste, der Zeitgenössischen Zirkuskunst, der Urban und Digital Arts, die in der Metropole Ruhr schöpferisch aktiv werden wollen. Neue Künste Ruhr ist keine Kurzzeitidee, sondern ein Dekadenprojekt. Bis 2030 unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen damit die zeitgenössischen Vorhaben junger Künstler*innen aus den genannten Sparten.

Große Events sollen die Neuen Künste Ruhr sichtbar und erfahrbar machen, den Kreativen eine Plattform bieten und neue Glanzpunkte in der Metropole der Künste an der Ruhr setzen.

Die Fördergrundsätze

Wie, wer, wo, was? Ganz konkret:

Die Fördergrundsätze werden derzeit aktualisiert und in Kürze hier veröffentlicht. Anträge für Projekte können einmal jährlich gestellt werden. Die nächste Antragsfrist ist der 15. März 2023.

Die Fördersumme beträgt bei kommunalen Zuwendungsempfängern (Festivals, Kompanien, Institutionen etc.) mindestens 12.500 EUR und für alle Künstler*innen, Kreative, Entwickler*innen, Designer*innen, Kulturmanger*innen mindestens 5.000 €. Der Maximalbetrag liegt bei 300.000 € je Förderung.

Die Antragstellung erfolgt online über folgenden Link. Vor der Antragstellung muss eine Beratung durch die zuständige Bezirksregierung erfolgen:

Bezirksregierung Arnsberg: Frau Loi als Dezernentin (02931/82-3328 bzw. cristina.loi@bezreg-arnsberg.nrw.de), Frau Helta als Sachbearbeiterin (02931/82-3361 bzw. pia.helta@bezreg-arnsberg.nrw.de)

Bezirksregierung Düsseldorf: Da die Dezernentenstelle noch unbesetzt ist, Frau Horzenek als Sachbearbeiterin (0211/475-3506 bzw. simone.horzenek@brd.nrw.de)

Bezirksregierung Münster: Herr Tonigs als Dezernent (0251/411-3880 bzw. Jan-Christoph.Tonigs@bezreg-muenster.nrw.de), Frau Oldiges als Sachbearbeiterin (0251/411-4466 bzw. julia.oldiges@brms.nrw.de)

Eine vom Kulturministerium NRW bestellte Expert*innen-Jury, bestehend aus Künstler*innen und Expert*innen spricht die Förderempfehlungen aus. Die Förderentscheidung erfolgt auf dieser Grundlage.

Projekte der ersten Förderrunde

KI Biennale Essen

Künstliche Intelligenz erlebbar zu machen, war ein Ziel der 1. KI Biennale Essen. Vom 22. April bis zum 8. Juni 2022 kamen lokale, regionale und internationale Akteure an vielen Orten der Stadt zusammen, um KI in Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zu diskutieren, zu beraten und für Jedermann erfahrbar zu machen. Essen wurde somit erneut zum Standort für Innovation und Fortschritt.

RUbug Festival für Urbane Kunst / Zeche Westerholt

Nach mehr als zehn Jahren des Leerstandes öffnete die Zeche Westerholt ihre verrosteten Tore.
Mehr als 60 internationale Künstler*innen haben das verlassene Gelände mit Sprühdosen, Holz, Lack und Streichfarbe belebt. Die Besucher*innen konnten eine Symbiose aus Geschichte, Kunst und Architektur erleben. Das RUbug Festival fand vom 20.-29. Mai statt.

Model City

Model City ist ein interaktives und partizipatives Spiel mit urbanen Perspektiven und Stadtentwicklung, in dem Bürger*innen Raum gegeben wird zu Architekt*innen ihrer eigenen Stadt zu werden. Bei einem Modellbau- und Animationsworkshop bauten Kinder und Jugendliche die Stadt ihrer Träume. Eine StopMotion-Kamera bewegte sich durch die Stadt und dokumentierte Auf- und Umbau der Stadt sowie allerhand unerwartete Ereignisse. Hier ist das Ergebnis zu sehen.

Unverschämt (AT) - Ein Stück neuer Zirkus

Die Kompanie Physical Monkey erarbeitet ein Stück über „Scham“. Die drei Akteur*innen begeben sich auf die Suche danach, wie das Gefühl der Scham als sozial konditioniertes Gefühl und als urmenschlicher Affekt wirkt und wie damit ein neuer gesellschaftlicher Umgang gefunden werden kann. Das Stück richtet sich besonders an Menschen mit wenig Theatererfahrung und an Menschen aller Altersklassen.

YOU_SCREEN!

In Zusammenarbeit mit dem Innovationslabor xailabs entwickelt das Renegade Ensemble eine App, die verbunden mit einem LED Screen eine Begegnung zwischen dem Ensemble und den Passant*innen an öffentlichen Orten herstellt. Dazu werden Avatare von sieben Tänzer*innen des Renegade Ensembles programmiert. Im Stadtraum befindet sich ein mobiler LED Screen, über den ein Promo Clip läuft. Über einen QR Code können sich Passant*innen die App runterladen, anschließend ihr Gesicht per Kamera einscannen, nahtlos mit den Gesichtern der Tänzer*innen tauschen und auf dem großen LED Screen tanzend zu sehen sein.

Zentrum für Urbanen Tanz

Der Verein be kind e.V. mit Sitz in Essen, möchte jungen Menschen die Themen Kunst, Kultur und Urbanen Tanz frei zugänglich zu machen. Es wird ein Raum geschaffen, der als Zentrum für Urbanen Tanz zur Durchführung kostenloser Tanzprojekte genutzt werden kann und für Tänzer*innen der Urbanen Szene aus dem Ruhrgebiet frei zugänglich sein wird.

Schaffung eines Freiraumes für lokale Künstler*innen

Der Backstage Bereich des Kulturzentrums JunkYard im Dortmunder Norden soll als kleiner Club sowie Workshop- und Kunstraum umgenutzt werden und damit lokalen Nachwuchskünstler*innen einen Raum bieten, in dem sie ihren Bekanntheitsgrad steigern und eine Fanbase aufbauen können.

passion du dancefloor night

Die „passion du dancefloor night“ soll zwei Mal jährlich in den beiden Essener Clubs Hotel Shanghai und dem Goethe Bunker stattfinden. Der Kauf einer Karte ermöglicht die ganze Nacht freien Eintritt für beide Clubs. Zwischen den beiden Clubs wird ein Shuttlebus Verkehr eingerichtet, der die Partygäste in unter 10 Minuten zum jeweils anderen Club fährt. Sowohl internationale Acts als auch Newcomer aus dem Ruhrgebiet werden in beiden Clubs für Stimmung sorgen.

Zur Beteiligung der Akteure

Der Beirat der Neuen Künste

Ein Beirat aus insgesamt 16 kreativen Köpfen der diversen Szenen im Ruhrgebiet steht dem Projekt als Wegweiser zur Verfügung. Der Beirat ist jeweils für ein Jahr lang im Amt, die Teilnehmer*innen werden vom Kulturministerium berufen. Es gibt jeweils vier freie Plätze, auf die sich alle Interessierten via Mail (beirat@neuekuenste.ruhr) bewerben können, der Beirat ernennt die zusätzlichen Mitglieder*innen. Die Wahl für 2021 ist bereits beendet.

Die Teilnehmer*innen des Beirats 2021 sind u.a.:

Vesela Stanoeva, Künstlerin, Szenografin, Dortmund
Matthias Krentzek
, Mitgründer des Virtual-Reality-Festivals Places, Gelsenkirchen
Jenny Patschovsky
, Vorsitzende Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, Gründerin von Atemzug, Köln
Christian Eggert
, Inhaber der Agentur DACAPO Kultur Offensiv!, Initiator Urbanatix & Open Space, Bochum
Matthias Frense
, Künstlerische Leitung und Geschäftsführer, Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim an der Ruhr
Frieda Frost
, Breakdancerin, Doktorandin am Institut für Tanz- und Bewegungskultur der Sporthochschule Köln
Zerkai Fenerci
, Künstlerische Leitung Pottporus e.V. und Renegade, Herne
Ahmet Sisman
, DJ, Musikmanager, Veranstalter, Third Space, Essen
Inga Marie Sponheuer
, Kulturmanagerin und Agentin für Diversitätsentwicklung, Bochum
Michael Eickhoff
, Akademie für Theater & Digitalität, Dortmund
Sabeth Dannenberg, Artistin, Bochum
Annika Pacyna, DJ, Bochum
Kathrin Mädler, Intendantin Theater Oberhausen (ab 2022/23)

Künstlerische Experimente im Ruhrpott

Künstlerische Experimente im Ruhrpott
Wer sind wir?

Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW)

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gestaltet die Rahmenbedingungen für kulturelle Vielfalt und wissenschaftliche Exzellenz in Nordrhein-Westfalen. Seit dem 29. Juni 2022 ist Ina Brandes Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen über Förderprogramme und das Ministerium gibt es hier.

Unsere Kooperationspartner:

Regionalverband Ruhr (RVR)

Die 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sind kompetent und erfahren in Regionalplanung und Regionalentwicklung, im Management von Infrastrukturprojekten wie Route Industriekultur und Emscher Landschaftspark, in der Planung und im Ausbau des regionalen Radwegenetzes sowie in der Pflege und Entwicklung von Wald- und Grünflächen. Im Zentrum des gesetzlichen Auftrags des RVR steht das Wohl der Metropole Ruhr – als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger. Weitere Informationen über den Verband hier.