Das sind die Akteur*innen der Neuen Künste Ruhr

Wer wir sind, was wir machen

Die Neuen Künste Ruhr, das ist ein ganzes Netzwerk unterschiedlicher Akteur*innen. Hier könnt ihr herausfinden, wer neben Künstler*innen und Kulturarbeitenden noch hinter den NKR steckt. Das Programmbüro Neue Künste Ruhr und die Fachberatungen Urban Arts, Neuer Zirkus, elektronische Musikkultur und das digitale Koproduktionslabor (die die Fachberatung für die digitalen Künste übernehmen) unterstützen die lokalen Szenen. Der Beirat der Neuen Künste war ein Wegweiser beim Aufbau des Programms. Die Fachjury wählt die Projekte aus, die gefördert werden sollen. Die Infos zur NKR Fachjury 2026 findet ihr, wenn ihr weiter runterscrollt.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gestaltet die Rahmenbedingungen für die kulturelle Vielfalt des Ruhrgebiets und darüber hinaus.

Programmbüro Neue Künste Ruhr

Wo sitzt das Programmbüro Neue Künste Ruhr?

Das Programmbüro Neue Künste Ruhrs besteht seit dem Frühjahr 2026 als Teil des Team Kultur im Regionalverband Ruhr.

Ihr erreicht uns unter neuekuenste@rvr.ruhr.

Die Jury 2026
Zeigt Ute Classen im Protrait

Credits: Ute Classen

Ute Classen

Ute Classen hat sich auf das Management und die Produktion von zeitgenössischem Zirkus in all seinen Facetten - von der Avantgarde bis Varietè - spezialisiert und ist seit mehr als 25 Jahren intensiv an dessen Entwicklung beteiligt. Sie sieht sich als Vermittlerin zwischen Kunstschaffenden und Veranstaltenden, da sie beide Seiten kennt: Sie arbeitet als Produktionsleiterin und Programmscout für Festivals und Veranstaltungen und unterstützt als Managerin Künstler und Kompanien in Administration, Marketing, Tourneeplanung. Sie arbeitet in einem stetig wachsenden internationalen Netzwerk, mit Ausgangspunkt in Aachen, NRW.

Seit den 1990er-Jahren brennt sie für den zeitgenössischen Zirkus und das Theater im öffentlichen Raum – eine Leidenschaft, die damals in Berlin entfacht wurde und bis heute anhält. Auch wenn sie es mittlerweile etwas ruhiger angehen lässt, bleibt ihr Engagement ungebrochen.

Worauf es in der Zusammenarbeit ankommt? Eine Kombination aus persönlicher Begeisterung – für ein Thema, einen Menschen oder einen besonderen Moment auf der Bühne –, gesellschaftlicher Relevanz und einer spürbaren Verbindung zum Publikum. Wenn diese Elemente zusammenkommen, setzt sie sich gerne mit den Künstler*innen an einen Tisch, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Strategien für die Zusammenarbeit zu entwerfen.

Jurymitglied Christian Strüder in einer blauen geöffneten Jacke und einem gestreiften Hemd vor einem bunten verschwommenen Hintergrund, der ein Bild in einer Ausstellung vermuten lässt.

Christian Strüder

Christian Strüder war 1989 – 2022 Angestellter des Kulturbüros der Stadt Herne. Verantwortlich für Planung, Organisation und Durchführung des Veranstaltungsprogramms im städtischen Kulturzentrum Flottmann-Hallen für den Bereich Darstellende Kunst sowie für Sonderveranstaltungen und Festivals.

In der Sparte ‚Tanz‘ u.a. Produktionsleitung 2003 für das erste HipHopTanzTheaterstück „Rumble“ des Herner Renegade-Theatres sowie Durchführung mehrerer HipHop-/Breakdance-Contests in Kooperation mit Pottporus e.V. Herne/Z. Fenerci.

Ab 2008 Förderung des besonderen Gastspielschwerpunkts "Neuer, zeitgenössischer Zirkus". In diesem Zusammenhang Konzeption und Durchführung des bundesweit ersten reinen Zirkustheaterfestivals

‚Cirq’ouleur‘ im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 (weitere Ausgaben 2013 und 2015). Ab Juni 2022 bis Juni 2025 Vorstand des Vereins ‚Neuer Zirkus Ruhr e. V.‘. Seitdem keine besondereFunktion im Verein.

Erfahrungen im Bereich der kulturpolitischen Gremienarbeit. Mehrjähriges Jurymitglied ‚Regionales Kulturprogramm Ruhrgebiet‘ sowie ‚LAG Soziokultur NRW‘.

Uğur Kepenek sitzt in lässiger Pose, Sonnenbrille tragend, auf einer zweistufigen Hauseingangstreppe. Die Sonne kommt von rechts und wirft Schatten auf der linken Bildseite. Die Beinde sind angewinkelt und auf verschiedenen Stufen aufgesetzt. Das Outfit besteht aus Chucks, einer Jeans, einer Jeansjacke und einem Hoodie.

(c) Ludovic Schuld

Uğur Kepenek

Uğur Kepenek ist ein interdisziplinärer Künstler mit türkischen Wurzeln aus Düsseldorf. Er studiert freie Kunst in der Klasse von Prof. Yeşim Akdeniz an der Kunstakademie Düsseldorf und wirkt an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Hip-Hop-Kultur, Musik, Sprache und Performance.

Aus der Hip-Hop-Kultur kommend arbeitet Kepenek unter dem Künstlernamen Busy Beast mit Rap, Spoken Word, Sound und Performance. Als DJ Pekmez Papi verbindet er Einflüsse aus Hip-Hop, anatolischer Musik, elektronischen Klangwelten und zeitgenössischer Clubkultur. 2021 gründete er das Musikprojekt BABUKO, das kulturelle Traditionen und aktuelle musikalische Ausdrucksformen miteinander verbindet.

Neben seiner bildenden und musikalischen Praxis ist Kepenek an Theater- und Performanceproduktionen beteiligt. In Zusammenarbeit mit dem Künstlerinnenkollektiv waltraud900 wirkte er beispielsweise als Rap- und Spoken-Word-Autor, Performer und künstlerischer Mitentwickler an der Produktion „Apollon – Stop tryna be God“ mit. Das Stück wurde 2026 am FFT Düsseldorf uraufgeführt und anschließend zum Theatertreffen der Jugend der Berliner Festspiele eingeladen.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der kulturellen Bildungs- und Vermittlungsarbeit. Seit vielen Jahren entwickelt und begleitet er Workshops, Theaterprojekte und partizipative Kunstformate mit Kindern, Jugendlichen und Nachwuchskünstler*innen. Dabei versteht er Kunst als gemeinschaftlichen Raum für Selbstermächtigung, Dialog und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Seine Arbeit verbindet die emanzipatorischen Potenziale der Hip-Hop-Kultur mit zeitgenössischer Kunst und schafft Zugänge zwischen künstlerischer Praxis, Bildung und sozialer Teilhabe.

Zu sehen ist der Künstler Kwame Osei, der in einem Blumenhemd in Herbstfarben lächelnd in einem Flur steht.

Kwame Osei

Kwame Osei, auch bekannt als Big Wave, wurde in Ghana geboren und zählt zu den Pionieren des Krump-Tanzes in Europa. Als Choreograf, Performer, Dozent und Kulturveranstalter hat er die internationale Urban-Dance-Szene maßgeblich geprägt und arbeitet seit vielen Jahren weltweit mit Künstler:innen und Communities zusammen. Er ist Gründer des NEW WAVE Ensemble sowie des European Buck Session (EBS) Krump World Championship, die größte internationalen Plattformen für Krump-Kultur.

Seit der Spielzeit 2023/24 ist Kwame Osei Künstlerischer Leiter der Sparte Urban Arts am Theater Oberhausen. Gemeinsam mit seinem Team verbindet er urbane Tanzkulturen, Theater und gesellschaftliche Themen zu innovativen Bühnenformaten und schafft neue Zugänge zwischen Kunst, Community und Stadtgesellschaft.

Das Foto zeigt eine Nahaufnahme in Form eines Portraits von einem leicht lächelnden Heiner Kruse. Heiner Kruse trägt darauf einen schwarzen Rollkragenpullover und eine dunkle rundliche Brille.

Heiner Kruse

Heiner Kruse ist Künstler, Buchautor, Dozent, Labelberteiber, Veranstalter und Journalist. Musikalisch hat er sich vor allem als The Green Man (TGM) mit zahlreichen Releases sowie seinen Labels und Projekten Basswerk und Junglegrowers (z. B. im Gebäude 9 in Köln) einen Namen gemacht und mit bekannten Musikern weltweit kooperiert. Dabei hat er auch erfolgreich staatlich geförderte Kulturprojekte realisiert und Stipendien absolviert. Als Autor hat er nach Büchern über Reason und Logic nun ein Fachbuch über modulare Synthesizer mit Schwerpunkt auf künstlerischer Arbeit im Radial Verlag geschrieben, das nach der deutschen Erstausgabe von 2024 nun 2026 in englischer Sprache erschienen ist. Zusätzlich ist er live auch mit cinematischer elektronischer Musik aufgetreten. Als Dozent hat er über 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit neuen Konzepten und Talenten.

Das Bild zeigt Zuri Maria Daiß im Profil

Credits: Roland Owsnitzki

Zuri Maria Daiß

Zuri Maria Daiß ist Musik-Kuratorin, Kulturschaffende und Veranstalterin mit Sitz in Berlin. Als Pressesprecherin sowie Head of Marketing, Sponsoring und Kooperationen beim CTM Festival verantwortet sie nicht nur die strategische Kommunikation, sondern wirkt auch beratend an der inhaltlichen Programmentwicklung mit. Zuvor war sie mehrere Jahre als Musik-Kuratorin am HAU Hebbel am Ufer tätig. Darüber hinaus ist sie Gründerin und Inhaberin der Agentur ZURI & MARIA, die sich auf Künstler:innenmanagement, Projektentwicklung und Booking spezialisiert.

Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der internationalen Kulturproduktion konzipiert und realisiert Daiß Projekte an der Schnittstelle von Musik, Kunst und Gesellschaft – vielfach im Rahmen öffentlich geförderter Programme.

Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen das Festival „Das Verschwinden der Musik“ (Haus der Kulturen der Welt, Berlin), „The Only Good System“ (Radialsystem & YAAM, Berlin) sowie die kommende Eventreihe „MULTICORE“ in Zusammenarbeit mit dem Soundkünstler Nik Nowak. Darüber hinaus war sie Jurymitglied für verschiedene Kulturförderprogramme, darunter die Spartenoffene Förderung des Berliner Senats sowie den renommierten Giga-Hertz-Preis des ZKM Karlsruhe, und war an der Konzeption und Entwicklung des Clubs Open Ground in Wuppertal maßgeblich beteiligt.


Das Foto zeigt Dr. Lea Luka Sikau im Ganzkörperportrait. Sie trägt einen sehr hellgrünen Ganzkörperanzug mit einem Pixelmuster in schwarz, sitzt auf einem Orange-weißen Plastikstuhl und streckt ein Bein aus. Ihr Blick ist freundlich zur Kamera gewandt mit einem leichten Lächeln. Dr. Sikau trägt eine runde Brille.

(c) Heike Steinweg

Dr. Lea Luka Sikau

Dr. Lea Luka Sikau situiert sich als Medienkünstlerin, Mezzosopran, Musikwissenschaftlerin und Kuratorin an der Schnittstelle von neuem Musiktheater und multisensorischer Medienkunst. Sie promovierte an der University of Cambridge zur Frage, wie wir in Probenprozessen neuer Oper posthumane Zukünfte simulieren können. Als Fellow an der Mellon School for Performance Research (Harvard University) und Visiting Researcher des Center for Art, Science and Technology (MIT) wurde sie für ihre Forschung zu Science/Art Prozessen mit dem Bayerischen Kulturpreis ausgezeichnet. Dr. Sikau arbeitete mit Romeo Castellucci, Marina Abramović, Danielle Brathwaite-Shirley, Laetitia Sonami und Rimini Protokoll zusammen. Als Medienkünstlerin hat sie 2020 das international ausgezeichnete Medienkunstduo sikau/pubalova gegründet, mit dem sie multisensorische Arbeiten u.a. für die Europäischen Kommission, das Ligeti Center, das Ars Electronica Festival, die Transmediale Berlin, das Ensemble Modern und die Climate Week NYC gestaltet hat. Derzeit zeigt sie Einzelausstellungen in der Science Gallery Bangalore, der Kunsthalle Prag und dem Laboral Centro de Arte. Sie ist Präsidiumsmitglied der nationalen Jungen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina/BBAW).
Als leitende Kuratorin für Musik und Sound Art gestaltet Dr. Sikau seit zwei Jahren das gesamte Sound-Profil des ZKM (next generation festival, Giga-Hertz Festival) und der künstlerischen Forschung, verantwortlich für die Konzeption internationaler Residenzen und den KUBUS. Sie gründete hier u.a. die Global Sonic Research Residency (MUTEK/Arts Council Korea/Hellerau) und initiierte eine multisensorische Performancereihe im Ambisonics-Klangdom (TURNS), u.a. in Kollaboration mit Arts at CERN, CripRave und Schloss Solitude.

Zu sehen ist Nathan Schönewolf im Ganzkörperprofil. Er trägt einen schwarzen Pullover und eine schwarze Kappe. Vor ihm ist erhöht ein aufgeklappter Laptop zu sehen.

Nathan Schönewolf

Nathan Schönewolf ist Dozent (LfbA) für Expanded & Experimental Games.

In seiner Lehrtätigkeit widmet er sich methodischen Ansätzen zur Navigation computergestützter Umgebungen und prozeduralen Rhetoriken.

Mit Shuree Sarantuya leitet er das Projekt und gleichnamige Fachseminar „Engine Room“. Ein Format, das dazu einlädt, mit Hochtechnologien in der Animation und in Videospielen zu experimentieren. Der Titel bezieht sich auf die Wahrnehmung von Arbeit und ihre Simulation sowie menschliche und ökologische Ressourcen.

Mit Pascal M. Dreier-Wang ist er für die KHM inhaltlich für das EcoSenda Projekt verantwortlich – ein gemeinschaftliches, künstlerisches Forschungsprojekt zu Ökosensibilität in der Kunsthochschullehre mit den Partnern Turku AMK, Tallin EKA und Royal Academy of Art Den Haag.

Er arbeitet außerdem als bildender Künstler. Seine künstlerische Forschung untersucht kollaborative Weltgestaltung sowie Reibung als kritische Praxis. Dabei befasst er sich mit Ökologie, anthropomorpher Interpretation und dem Umgang mit Selbstzweck in gegenwärtigen Medienkulturen und sogenannter KI.

Mit Studierenden am IOB Stuttgart hat er zu räumlicher Erfahrung in museologischen Kontexten durch experimentelle New-Media-Ansätze gearbeitet.

Er hielt Vorträge und Workshops zu 3D-Scanning als künstlerische Methodik innerhalb des KUNO-Netzwerks nordischer Hochschulen für bildende Kunst.

Er erhielt sein Diplom der Medialen Künste an der Kunsthochschule für Medien Köln mit einer Abschlussarbeit zur Materialität im Supply-Chain-Kapitalismus, Simulation von Verschleiß und zeitgenössischen Formationen von Subjektivität.

Wir sind außerdem...

Der Beirat der Neuen Künste

Ein Beirat aus kreativen Köpfen der diversen Szenen im Ruhrgebiet stand dem Projekt als Wegweiser zur Verfügung. Die Teilnehmer*innen des Beirats 2023 waren u.a.:

Vesela Stanoeva-Broer, Künstlerin, Szenografin, Dortmund
Matthias Krentzek, Mitgründer des Virtual-Reality-Festivals Places, Gelsenkirchen
Jenny Patschovsky, Vorsitzende Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, Gründerin von Atemzug, Köln
Christian Eggert, Inhaber der Agentur DACAPO Kultur Offensiv!, Initiator Urbanatix & Open Space, Bochum
Frieda Frost, Breakdancerin, Doktorandin am Institut für Tanz- und Bewegungskultur der Sporthochschule Köln
Zekai Fenerci, Künstlerische Leitung Pottporus e.V. und Renegade, Herne
Ahmet Sisman, DJ, Musikmanager, Veranstalter, Third Space, Essen
Inga Marie Sponheuer, Kulturmanagerin und Agentin für Diversitätsentwicklung, Bochum
Michael Eickhoff, Akademie für Theater & Digitalität, Dortmund
Sabeth Dannenberg, Artistin, Bochum
Annika Pacyna, Mitgründerin des RKNKT-Festivals, DJ Bochum
Ursula Meyer, Künstlerin, Szenografin und Veranstalterin, Essen
Fabian Saveedra-Lara, Kurator, Leiter Büro medienwerk.nrw, Dortmund
Aaron Stratmann, interdisziplinärer Künstler, Veranstaltungsmanagement, Ruhrgebiet

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW)

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gestaltet die Rahmenbedingungen für kulturelle Vielfalt und wissenschaftliche Exzellenz in Nordrhein-Westfalen. Seit dem 29. Juni 2022 ist Ina Brandes Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen über Förderprogramme und das Ministerium gibt es unter www.mkw.nrw

Unsere Kooperationspartner*innen

Regionalverband Ruhr (RVR)

Die 480 Mitarbeiter*innen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sind kompetent und erfahren in Regionalplanung und Regionalentwicklung, im Management von Infrastrukturprojekten wie Route Industriekultur und Emscher Landschaftspark, in der Planung und im Ausbau des regionalen Radwegenetzes sowie in der Pflege und Entwicklung von Wald- und Grünflächen. Im Zentrum des gesetzlichen Auftrags des RVR steht das Wohl der Metropole Ruhr – als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger. Weitere Informationen über den Verband findet ihr unter www.rvr.ruhr